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Gewalt bei Kindern und Jugendlichen

 

„... immer mehr, immer jünger, immer gewalttätiger“?
Gewalt, die von Kindern und Jugendlichen ausgeübt wird, ist ein altes Thema, das die Öffentlichkeit seit Jahren mit zunehmender Brisanz erlebt. Alt ist das Thema deswegen, weil es schon immer Kinder und Jugendliche gegeben hat, die durch aggressives, kriminelles, abweichendes und gewalttätiges Verhalten aufgefallen sind, weil es schon immer junge Menschen gegeben hat, die mit ihrer Lebenssituation nicht anders als gewalttätig umgehen konnten. Die zunehmende Brisanz ergibt sich aus dem Eindruck, dass die Gewalt von Kindern und Jugendlichen rapide zugenommen hat und Gesellschaft und Politik zunehmend beunruhigt nach den Ursachen und den Gegenstrategien fragen.

Ob die Gewalt unter Kindern und Jugendlichen tatsächlich zugenommen hat, ist allerdings schwer zu beurteilen: Zwar wurden in den vergangenen Jahren immer häufiger Gewaltdelikte (VerweisStraftat) von und an Jugendlichen angezeigt,  gleichzeitig wissen wir aus entsprechenden Untersuchungen, dass nur ein Bruchteil der tatsächlich verübten Gewalt in den Blick der Polizei gerät. Denn die meisten Jugendlichen zeigen die von ihnen erlebte oder beobachtete Gewalt nicht an – über das so genannte Dunkelfeld der Gewalt unter Kindern und Jugendlichen gibt es deshalb keine verlässlichen Angaben.

Sozialwissenschaftliche Untersuchungen und die Polizeistatistik zeigen, dass nach wie vor nur ein Bruchteil aller Kinder und Jugendlichen als Täter in Erscheinung tritt. Sie zeigen aber auch, dass Gewalt und die Angst vor Gewalt für viele Kinder und Jugendliche ein wichtiges und u. U. belastendes Thema ist. Eltern und Lehrkräfte erleben, dass Jungen und Mädchen sich mit Messer, Gaspistolen u.ä. bewaffnen (wollen), weil sie in ihrem Wohnviertel oder auf ihrem Schulweg Attacken befürchten oder bereits erlebt haben. Andere Eltern und Pädagogen sind schockiert und hilflos angesichts verbaler Gewalt und Brutalität, die sie bei Kindern und Jugendlichen erleben. Kinder und Jugendliche fühlen sich vielfach von Erwachsenen allein gelassen mit ihren Ängsten und Erfahrungen und beklagen, dass Erwachsene ihre Erfahrungen ignorieren oder in Gewaltsituationen wegsehen und nicht schützend eingreifen. Die Medien berichten teilweise dramatisierend über konkrete Einzelereignisse und tragen auf ihre Weise dazu bei, dass Gewalt ein Dauerbrenner-Thema bleibt.

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Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht